Bunte Geschichten aus dem ZUK

15 Februar 2006

Der Kaminkehrer

Nachdem uns der Daniel von einem verstopften Kamin im Loisachstadl Bericht erstattete, ist blitzartig ein Krisenstab gebildet worden. Uns stellten sich viele Fragen:
  1. Soll die Schulklasse losfahren und in der Hütte dennoch übernachten?
  2. Ist der Waldkauz an allem Schuld?
  3. Ist das Gitter, dass den Waldkauz daran hindern sollte es ,sich im Kamin gemütlich zu machen, zusammen mit irgendetwas in den Kamin gerutscht?
  4. Wo ist der Kamin verstopft?
  5. ... ???
So sind der P.G. und ich dann mit dem Kangoo und einer Spezialausrüstung, bestehend aus Draht, Handschuhen, einer Taschenlampe und einem Drahtkleiderbügel, Richtung Loisach gedüst. An Ort und Stelle haben wir dann die Ofenrohre entfernt, gereinigt, mit dem Draht im Kamin nach Hindernissen gestochert...
Auf den Richtigen Lösungsweg sind wir aber dennoch nicht gekommen.

Als es dann schon bald Mittagszeit war sind wir zurück ins ZUK und haben die Schulklasse losfahren lassen, in der Hoffnung, dass der Flo, der zum Spezialkommando hinzugezogen wurde zusammen mit mir dann nachmittags das Problem beseitigen.

Am nachmittag geschah aber nicht viel: Die Pritsche sprang nicht an, die Leiter, mit der wir aufs Dach wollten, war nur halb da (War ne Ausziehleiter; der obere Teil fehlte aus bisher unbekannten Gründen), der Traktor hatte nicht mehr genug Diesel...

Als dann nach Stunden der Traktor fahrbereit und das nötige Equipment abgesehen von der Leiter da war, entschlossen wir uns mit dem Kangoo zu fahren und nur frisches Wasser zu den Schülern zu fahren, die sich währenddessen vor der Hütte alles abfroren.

Nach diesem dramatischen Einsatz vertagten wir die Rettung der Hüttentouren an die Loisach.
So bekamen wir am nächsten Tag auch noch geistlichen Beistand von der Klosterführung. Sie stellten uns eine riesige Leiter zur Verfügung. So bin ich dann mal wieder mit einem weiteren neuen Spezialisten, dem Simon X aus der JuHe, losgefahren. Als wir dann auf dem Dach standen, fanden wir auch schnell heraus, was zu machen ist. Wir befreiten das Gitter, dass den Kamin vor Vögeln, deren Orientierungssinn in dunklen Kaminen nicht funktioniert, schützen sollte, von Asche, die mit der heißen Luft aus dem Kamin empor stieg und sich daran festgesetzt hatte.

Nach eineinhalb Tagen kann ich nun sagen: Viel Arbeit wars eigentlich nicht!

.Lorenz.