Bunte Geschichten aus dem ZUK

26 Februar 2006

Das Klavier und sein Weg in den Keller

Michi und ich sollten heute ein neues Klavier für den SV-Bereich aus der Jugendherberge abholen. In der Jugendherberge angekommen mussten wir uns erst einmal aufmachen, unser kurzzeitiges Personal inkl. Lichtl zu finden. Den trafen wir leider mit einer Zwiebelstolle im Mund an, die uns noch den ganzen Morgen an die erste Begegnung erinnern sollte, da diese einen auffälligen Mundgeruch hervorbrachte. Als das gemacht war sind Lichtl, Floh, Andi, Michi, Höfi und ich dann in den obersten Stock in den Raum der Stille mit dem Aufzug gefahren.

Als wir das Klavier sichteten, war Lichtls erster Kommentar: „Das Klavier scheint schwerer als das letzte zu sein!“ Wir haben das Klavier dann ohne größere Probleme aus dem Raum herausbekommen. Aber noch trennte uns eine Treppe vom ersehnten Aufzug. Bevor wir uns jedoch aufmachten, uns an das Hindernis „Treppe“ heranzuwagen, dass wir anschließend natürlich genauso wie den „Raum der Stille“ mühelos meisterten, hat uns Lichtl davon erzählt, wie das Klavier die Treppe mackenlos hinunter kommt. Zudem wollte er noch Nico hinzuziehen, da das Klavier so schwer sei. Was dabei herausrauskam war, dass Lichtl selbst nicht mitgeholfen hat, da auf der Treppe ohnehin schon kaum Platz war.

Unten angekommen schoben wir das Klavier in den Aufzug hinein. Wir wollten es noch die letzten 5 cm hineinschieben, damit sich die Aufzugtüren schließen konnten. Da Lichtl aber davon überzeugt war, dass das so nicht funktionieren würde, zogen wir das Klavier wieder heraus, drehten es um 180° und schoben es wieder hinein. Dass das Klavier auf diese Weise genauso lang, wie wenn man es um weitere 180° drehen würde, ist, schien Lichtl nicht zu wissen.

Nachdem der Aufzug nun ohne uns das Klavier in den unteren Stock begleitete, zog Lichtl, ohne mal wieder groß nachzudenken, aus dem Aufzug hinaus. Mit Schwung wollte er es elegant um die Ecke bewegen, um es anschließend Richtung Transportauto zu schieben. Dabei stieß es, wie aus heiterem Himmel, an die Wand. Michi, der eigentlich dass Klavier vor diesem Unfall retten wollte, leider seine Hand aber zu spät Richtung Klavier gestreckt hat, wurde beschuldigt, das schwere Instrument an die Wand gezogen zu haben. Leider waren sämtliche anwesenden Zeugen anderer Meinung, da Michi das Klavier schließlich nicht berührt hatte.

.Lorenz.